Heute habe ich mich endlich mal wieder mit Mark aufgemacht, ein bisschen Farbe ins Auge zu bekommen und wir haben uns weit vor Sonnenaufgang bei den Ochseninseln in kleinen, dänischen Örtchen Sønderhav an der Flensburger Förde eingefunden.

Der Himmel war schön klar, der Mond schien und es war vollkommen windstill. So konnte ich schon früh das erste Bild eintüten.

Richtung Sonnenaufgang bin ich dann noch ein Stückchen weiter um die Bucht herumgelaufen, um mit einen weiteren schönen Steg zu suchen. Es gibt da eigentlich reichlich Stege, aber die sind im Winter alle abgebaut, um sie vor Schäden zu bewahren.

Als ich dann noch ein Stück weiter ging, fand ich noch einen Steg, der nicht abgebaut war. Und wie ich da so vor mich hin belichtete, wurde mir auch klar, warum:

Aus aus einem der hinter mir liegenden Häuser kam ein zerstrubbelter, sicher 80 Jahre alter Senior im Bademantel, schob sich zielsicher und grazil an meinem Stativ vorbei und murmelte, er habe nicht gut geschlafen und müsse jetzt erstmal wach werden.

Dann watschelte er ans Ende des Stegs, warf seinen Bademantel auf die Bank und schwupp war er auch schon im Wasser – bei 1° Lufttemperatur.

Das Motiv war dann natürlich im Eimer dank Fußspuren im Rauhreif – aber als er zurück kam, zollte ich ihm Respekt, denn ich hätte da nicht mal den großen Zeh reinhalten können.

Und irgendwann war die Sonne dann aufgegangen und dann gab’s einen weiteren Steg (einen privaten!) mit ein bisschen Morgenlicht.