Dieser Tag wird mir noch lange in Erinnerung bleiben, denn es war einer dieser besonderen Morgen an meinem Lieblingssee, dem Bossee.

Recht früh hatte ich mich mit meiner lieben Kollegin Sabrina eingefunden, um den Sonnenaufgang einzufangen, denn die große Show steigt ja oft 30-45 Minuten vor dem eigentlichen Aufgang – und so kam es dann auch.

Und auch in der anderen Richtung ca. 120° nach links sah es ganz vorzüglich aus.

Irgendwann erschien dann die Sonne, blieb auf der gegenüberliegenden Seeseite jedoch gleich wieder an den Bäumen und vor allem am Nebel hängen. Ich habe dann direkt das lange Objektiv aufgeschnallt und noch ein paar schöne Detailbilder gemacht.

So dampfte der See eine Weile vor sich hin und ich fotografierte drauflos. Dass auf diesem Baum lauter Kormorane saßen, die sich in der Morgensonne aufwärmten, habe ich aufgrund des starken Gegenlichts vor Ort gar nicht bemerkt, sondern erst zuhause am Rechner entdeckt.

Nach einer Weile verschwand die Sonne dann hinter Wolken und ein Stück weiter das Ufer runter entdeckte ich diesen Reiher auf seinem Steg sitzen.

Auf dem Weg nach Hause hatte ich dann so eine Ahnung, dass quasi direkt bei mir vor der Haustür die Bedingungen für ein Bild passen würden, das ich schon lange auf dem Wunschzettel hatte – eine Allee mit Bäumen im Nebel, starkem Seitenlicht und verwunschenen Lichtstrahlen, die die Szene fluten. Und wie Recht ich hatte!