Dieses Bild habe ich schon sehr lange im Sinn, aber bei der Reise davor kam mir der Vollmond in die Quere.

MIlchstraße über einer Kirchenruine oberhalb der Topolia-Schlucht +++ Galactic Center above the ruins of a Venetian Church on a lonly hill in Western Crete

Dieses Mal sollte es aber hinhauen an der Ruine einer venetianischen Kapelle, die seit Jahrhunderten auf einem einsamen Hügel oberhalb der Topolia-Schlucht verfällt (im innern voll mit Fresken, die keinen interessieren außer die Ziegen). Sie ist nur abenteuerlich zu erreichen über eine fast 8km lange, holperige und extrem kurvenreiche Straße, die dann auch da aufhört.

Seit ich diese Location vor einer Weile mal entdeckt und am Tag erkundet hatte, wusste ich, dass ich da irgendwann mal die Milchstraße fotografieren wollte.

Es war Neumond und das Zentrum stand auf 22° Höhe – das ganze noch zu einer sehr magenfreundlichen Uhrzeit ab 21:30 Uhr. SO der Plan. Die Realität waren aber leider 3 Abende in Folge mit bewölktem Himmel zum Abend. Und der Abreisetag rückte immer näher.

Aber am letzten möglichen Abend hat’s dann doch noch hingehauen und ich konnte begleitet von meiner Frau meine Bilder machen (während über den Bergen Richtung Westen schon das Wetterleuchten der herannahenden Gewitterfront tobte). Das erforderte einige Überzeugungsarbeit, denn meiner Frau war angesichts dessen auf dem exponierten Hügel gar nicht wohl.

So wurde es ein unvergesslicher Abend, denn so klar habe ich die Milchstraße noch nie gesehen – inkl. Zentrum mit bloßem Auge!